Im vergangenen Jahr haben chinesische Unternehmen in Europa 274 Übernahmen durchgeführt, ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Erstmals seit 2006 ist also die vom Prüf- und Beratungskonzern EY erhobene Zahl der Transaktionen nicht gestiegen, sondern gesunken. Das addierte Transaktionsvolumen von 57,6 Mrd. $ ist das bisher zweithöchste; der im Vorjahr erreichte Wert war ein Drittel höher – vor allem wegen des Megadeals ChemChina-Syngenta. Am meisten Geld investierten chinesische Käufer vergangenes Jahr im Vereinigten Königreich (17,7 Mrd. $; hiervon 13,7 Mrd. $ für die Immobiliengesellschaft Logicor), in Deutschland (13,7 Mrd. $) sowie in Russland (11,1 Mrd. $). Die Schweiz als Zielland sank von 45,8 Mrd. $ auf 0,8 Mrd. $ zurück – auch das wegen des einmaligen Syngenta-Effekts. Übrigens kamen in der Schweiz 2017 Erwerber aus China (einschliesslich Hongkongs) erst an siebter Stelle; deutsche und amerikanische Käufer übernahmen als Spitzenreiter je 34 Objekte, britische 17, chinesische dagegen bloss sieben; das grösste davon war mit 775 Mio. $ die Übernahme von Glencore Storage & Logistics durch HNA. Die Präferenzen sind ziemlich klar: Chinesische Unternehmen suchen in Europa vor allem in traditionellen industriellen Bereichen Verstärkung, dazu in Hochtechnologie, in Sektoren wie Finanz, Energie, Materialien, Rohstoffe usf.