Unternehmen / Finanz

Wie Credit Suisse sich und ihr Kapital managt

Verluste erodieren die Eigenmittel des Bankkonzerns. Die Geschäftsleitung erklärt, ohne eine weitere Kapitalerhöhung über die Runden zu kommen. Eine Auslegeordnung.

António Horta-Osório mag nur eine Fussnote in der Geschichte der Schweizer Grossbank sein. Gegenwärtig macht es jedoch den Eindruck, dass die strategischen Weichenstellungen, die der damalige Verwaltungsratspräsident im vergangenen November vorgenommen hat, die Investmentbank der Credit Suisse ins Elend führen – und die gesamte Gruppe mit ihr.

Als er Ende April vergangenen Jahres in Zürich übernahm, war der Scherbenhaufen schon angerichtet. Die Pleite des Hedge Fund Archegos im März bedeutete im ersten Quartal einen Kreditverlust von 4,4 Mrd. Fr. und einen grossen Imageschaden. Die Kapitalausstattung wurde zum Thema. Die Aktionäre wurden zur Kasse gebeten, sie, die in den letzten zehn Jahren über 10 Mrd. Fr. in Form von frischem Eigenkapital in die Bank gesteckt hatten (vgl. Text 1).

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