Märkte / Makro

Wie das Fed schon einmal die Bilanz verkürzte

Nach der Grossen Depression waren die Überschussreserven bei der US-Zentralbank ähnlich hoch wie heute. Sie benötigte zwei Anläufe, um sie abzubauen.

Die US-Zentralbank stand schon einmal vor der schwierigen Aufgabe, ihre Bilanz zu verkürzen. Mehr als achtzig Jahre sind seither vergangen, die Welt war eine andere, und doch erinnern die Geschehnisse von damals an die schwierige Ausgangslage, in der sich das Federal Reserve System heute befindet.

QE, «Taper Talk» oder die Furcht vor einer zu harschen Marktreaktion hat es bereits gegeben. Am Ende gelang den Notenbankern die heikle Operation, allerdings hatten sie Glück im Unglück.

Alles begann zehn Jahre zuvor. Die wirtschaftliche und politische Instabilität in Europa führte dazu, dass massiv Gold in die USA verschifft wurde. Das Fed konvertierte das importierte Gold in Notenbankgeld und sterilisierte diesen Geldzustrom nicht, d. h. es schöpfte die zusätzliche Liquidität nicht an anderer Stelle ab. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?