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Märkte / Makro

Die entzweite Nachbarinsel der Briten

Pascal Meisser, Dublin
Irland ist vom Brexit am stärksten betroffen. Während Dublin auf Chancen hofft, fürchtet sich der Norden vor der Rückkehr der Grenze. Ein Augenschein vor Ort.

«Brexit? Wenn das nur nicht bedeutet, dass wir nicht mehr auf britische Pferderennen wetten können», sagt Niall und schmunzelt spöttisch. Es war kein ernsthafter Einwurf, bloss eine Anspielung auf sein Hobby. Mehrmals pro Woche trifft er sich dazu mit Kumpels in Bridgend, einem gottverlassenen Kaff an der irisch-nordirischen Grenze. Dort eifern sie an der Bar des einzigen Hotels über einen TV-Bildschirm mit.

Niall versucht, seine Angst vor den Folgen des Brexit mit Galgenhumor zu überspielen. Wie viele seiner Landesgenossen, die vor allem eine Gefahr fürchten: die Rückkehr der «Hard Border», der  sogenannt harten Grenze zwischen Irland und Nordirland. Die knallgelben Protestschilder am Strassenrand, die an fast allen der über 300 Grenzübergänge vor der Wiedereinführung von Grenzkontrollen warnen, sind unübersehbar.

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