Märkte / Makro

Wie der Hochseilakt der EZB gelingen kann

Die Europäische Zentralbank schielt auf die Renditen hoch verschuldeter Mitgliedstaaten. Deshalb könnte sie die Leitzinsen erhöhen und weiter Anleihen kaufen.

Viele Zentralbanken aus den Industrieländern machen Ernst im Kampf gegen Überhitzung und Inflation und beenden ihre expansive Geldpolitik. Die Bank of England, die norwegische und die südkoreanische Notenbank haben schon letztes Jahr die Zinsen erhöht. Die US-Notenbank Fed wird es ihnen gleichtun, sobald sie im März die Anleihenkäufe zurückgefahren hat. Nur die Europäische Zentralbank (EZB) zögert noch, und mit ihr auch die Schweizerische Nationalbank.

Die EZB hat zwar an ihrer letzten Sitzung im Dezember die Einstellung des Notfallanleihenkaufprogramms PEPP zum Ende des ersten Quartals bekannt gegeben, kauft aber weiterhin Anleihen über andere Programme. Auch von einer Zinserhöhung will sie noch nichts wissen. Frühestens 2023 wird eine minimale Anhebung der Schlüsselzinsen erwartet.

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