Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Finanzkrise: 10 Jahre danach
Märkte / Makro

Wie die Iren die Krise bewältigt haben

Irland ist in der Finanzkrise tief gefallen – und hat sich zum Musterknaben aufgerappelt. Wie ist das gelungen und wie geht es weiter?

Das abendliche Sonnenlicht betont die unzähligen Kräne zusätzlich, wenn sie sich als schwarze Silhouetten vom Horizont abheben. Kein anderes Bild symbolisiert derzeit passender den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Krise in Irlands Hauptstadt Dublin.

Es ist noch nicht lange her, da wäre eine solche Bautätigkeit undenkbar gewesen. Es war 2009, als das Leben in der Finanzmetropole fast zum Stillstand gekommen war. Ausländische Unternehmen zogen Personal ab, die Leerstandsquote in den Bürogebäuden kletterte auf ein noch nie gesehenes Niveau: von 15 auf 25% innerhalb von zwölf Monaten. Das paralysierte die Bauwirtschaft. «Während fünf Jahren wurde kein Geschäftshaus mehr hochgezogen», sagt Hannah Dwyers vom Immobilienbüro Jones Lang LaSalle. Das irische Wirtschaftswunder schien ausradiert, der keltische Tiger verstummte (vgl. Textbox unten). Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?