Das behördlich angeregte Zuhausebleiben ändert in der Schweiz das Surf-Verhalten im World Wide Web. Das zeigt die Rangliste der beliebtesten Interneseiten der vergangenen vier Monate. Besonders gesucht waren im März und im April News und Informationen im Allgemeinen und über die Pandemie im Besonderen. Medienportale und die Seite der Bundesverwaltung (admin.ch) verzeichneten während des Lockdown deutlich mehr Besuche als sonst. NZZ (NZZ 5050 0%) und «Tages-Anzeiger» konnten ihre Nutzerzahlen 50% steigern und kletterten von den Rängen 30 bzw. 31 auf 16 bzw.18 im März. Auf nau.ch und swissinfo.ch haben sich die Klickzahlen sogar verdreifacht, was die Newsportale fast aus dem Nichts auf Platz 22 und 51 katapultierte. Übertroffen wurde ihr Wachstum nur von der Videokonferenzseite zoom.us, dem Datenportal worldometers.info und der Landkartenplattform arcgis.com. Die offensichtlichen Verlierer waren die Seite der SBB und die Buchungsplattform booking.com. Ebenfalls ­weniger frequentiert waren Pornoseiten und Onlinemarktplätze. Auch Zalando (ZAL 79.9 2.28%) konnte nicht von den geschlossenen Kleiderläden profitieren. Ganz vorne änderte sich nichts: Mit Abstand am häufigsten wurde google.com angesteuert (wo «google» ein häufiger Suchbegriff ist). Auf Platz zwei folgt das Videoportal youtube.com. In der Krise konnte sich 20min.ch vor blick.ch als beliebtestes Onlinemedium behaupten.