Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Nachhaltig investieren
Unternehmen / Ausland

Wie die Landwirtschaft der Zukunft aussieht

Smart Farming soll die Nahrungsmittelproduktion nachhaltiger machen. Investoren setzen vorzugsweise auf etablierte Unternehmen.

Wer die Gemüseabteilung der Migros-Filiale am Hauptsitz des Grossverteilers beim Zürcher Limmatplatz betritt, dem fallen sie sofort auf: Die kühlregalartigen Glaskästen, die in violettem Licht erstrahlen und auf ­übereinander gestapelten Flächen kleine Pflänzchen enthalten. Es sind Kräuter und Gewürze, die da in einer Nährlösung und mit pflanzengerechter Beleuchtung wachsen. Sie werden vom Personal regelmässig geerntet und in Papier eingeschlagen zum Kauf angeboten.

Hinter dem Konzept steckt das deutsche Unternehmen Infarm, das sich ganz dem sogenannten Vertical Farming verschrieben hat. Ähnlich wie bei der schon seit langem etablierten Hors-Sol-Produktion werden Nutzpflanzen in Gebäuden und ohne Erde gezogen. Für Marc Moser vom der LGT Bank nahestehenden Impact-Investor Lightrock, der zu den In­vestoren von Infarm gehört, ist Vertical Farming der «attraktivste Ansatz» für die Nahrungsmittelproduktion von morgen.

Weniger Wasser und Land

Anders als beim traditionelleren Hors-Sol-Ansatz werden die Pflanzen bei Infarm nahe beim Verbraucher angebaut, und der Landbedarf ist dank der stapelweisen Anordnung der Pflanzflächen um ein Vielfaches geringer.

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