Unternehmen / Finanz

Wie die Versicherer von der Zinswende betroffen sind

Zwei belastende Effekte werden von zwei günstigen Auswirkungen aufgehoben. Das Gewinnpotenzial bleibt erhalten.

Die schweizerischen Versicherer investieren für die Kundschaft und für sich selbst rund 545 Mrd. Fr. an den Finanzmärkten. Die Anlagesumme ist kräftig gehebelt. Die Eigenmittel, mit denen das Anlagerisiko abgesichert werden muss, betragen kumuliert lediglich 87 Mrd., wie der Versicherungsmarktbericht der Finanzmarktaufsicht Finma ausweist. Die grössten Anleger der Branche sind Zurich Insurance und Swiss Life, die beide mit rund 180 Mrd. Fr. auf eigenes Risiko in den Märkten sind.

Aus dem Bericht geht überdies hervor, dass die Versicherer etwa die Hälfte des angelegten Vermögens in Obligationen halten. Das gestiegene Zinsniveau hat nun zur Folge, dass Obligationen an Kurswert verlieren.

In Obligationen gefangen

Die Anleihen abzustossen, bevor allenfalls weitere Werteinbussen geschehen, kommt für die Versicherer jedoch nicht in Frage. Sie sind quasi in den Anleihen gefangen. Die Zinspapiere werden bis zur Fälligkeit im Portfolio gehalten, weil daraus zeitlich abgestimmt die auf viele Jahre hinaus bereits feststehenden Renten- und sonstigen Auszahlungen an Kunden finanziert werden.

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