Märkte / Makro

Wie Fed und EZB die Welt retten wollen

Am Mittwoch und Donnerstag entscheiden die zwei wichtigsten Notenbanken über die nächsten Schritte der Krisenbekämpfung. EZB-Chef Mario Draghi muss liefern. Fed-Chairman Ben Bernanke sucht neue Ideen.

Nachdem Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), vergangenen Donnerstag ungewohnt aggressiv betont hatte, alles Nötige zu tun, um die Eurozone zusammenzuhalten, haben die Märkte in vorauseilendem Gehorsam ihre geschuldete Rally hingelegt. Ein Euro-Notenbanker mutmasste aber bereits in der Presse, Draghi habe sich rhetorisch womöglich etwas «vergaloppiert». Sollte an der EZB-Sitzung vom Donnerstag der Berg eine Maus gebären, könnte auf die vorweggenommene Relief-Rally der Absturz folgen.

«Draghi wirft seine persönliche Glaubwürdigkeit in die Waagschale», meint Erik Nielsen, Chefvolkswirt der UniCredit, in einem Kundenpapier, das von Bloomberg zitiert wird. Er hätte das nicht getan, ohne sich der Unterstützung durch seine Schlüsselverbündeten sicher zu sein. Die EZB unter Draghi möge es nicht, in den Märkten herumzuexperimentieren, und wenn sie eine Notwendigkeit sehe, sei ihr Eingreifen stets entschlossen und überwältigend. Berlin, Paris und Rom hatten Draghi bereits am Wochenende den Rücken gestärkt.

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