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Wie Korea die Aufholjagd zu Japan schafft

Beide ostasiatischen Länder sind Wachstumswunder. Korea punktet nun mit Innovation und einem globalen kulturellen Einfluss.

Die südkoreanische Dramaserie «Squid Game» ist die erfolgreichste Serie des Streamingdienstes Netflix. Das Musikvideo zum Song «Gangnam Style» brach 2012 erstmals die Marke von einer Milliarde Zuschauern. Der Spielfilm «Parasite» erhielt 2020 den Oscar für den besten Film. Die sogenannte Hallyu-Wave, die Welle koreanischer Popkultur, gewinnt immer neue Kraft. Korea hat dabei vom Nachbarn Japan gelernt – und den Vorreiter überholt. Auch wirtschaftlich hat man in Windeseile aufgeschlossen.

Wie in der Industriepolitik hat auch bei der Kultur in Japan und in Korea der Staat ein grosses Stück mitgeredet. Japan fuhr ab den Sechzigerjahren eine staatliche Brandingstrategie. Sushi, Manga und Samurai kamen so ins westliche Bewusstsein, während gleichzeitig günstige Elektronik aus Nippon importiert wurde. Der Asienwissenschaftler Nissim Otmazgin erklärt in einer Studie: «Eine staatlich geförderte Kampagne förderte das Branding japanischer Produkte, während mit umfassenden politischen Initiativen das internationale Image des Landes gefördert wird.»

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