Märkte / Devisen

Wie Nixon unsere Welt geschaffen hat

Vor fünfzig Jahren beerdigt der US-Präsident die Bindung des Dollars an Gold. Die Finanzwelt ist seitdem nicht mehr dieselbe.

Die Westernserie «Bonanza» wird unterbrochen. Auf den Fernsehschirmen der Amerikaner erscheint das Bild von Präsident Richard Nixon. Der ominöse Titel der Ansprache des Politikers: «Die Herausforderungen des Friedens». Es ist Sonntagabend, der 15. August 1971. Mit Blick auf die am Montagmorgen öffnenden Finanzmärkte will das Staatsoberhaupt Zuversicht ausstrahlen.

Im Vorhinein ist nicht durchgesickert, dass mit der Rede Geschichte geschrieben wird: Die USA zerstören die letzten Reste des Goldstandards, und damit das bisherige globale Währungssystem. Später wird das Ereignis als «Nixon-Schock» bezeichnet. Denn der Präsident schliesst per Fernsehansprache das Goldfenster – die Verpflichtung der USA, Gold gegen Dollar zu einem Preis von 35 $ je Unze auszugeben. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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