Märkte

Wie Notenbanken im Anleihenmarkt mitmischen

Fed und EZB kaufen jetzt Unternehmensanleihen mit Anlagequalität. Indirekt profitieren davon auch Hochverzinsliche – doch deren Grundprobleme bleiben.

In diesem Jahr werden die Finanzmärkte wohl so sehr wie noch nie durch Notenbankaktionen bestimmt. Die verunsicherten Märkte.wurden in den vergangenen Tagen auch durch die Ankündigung massiver Anleihenkauf­programme (Quantitative Easing) des Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) ruhiggestellt. Morgan Stanley nimmt an, dass die Bilanzen der grossen Notenbanken um etwa 6500 Mrd. $ wachsen werden – ohne die weiterhin aktive Bank of Japan gerechnet.

Die Währungshüter in Frankfurt werden über ihr 750 Mrd. € schweres Pan­demienotfall-Kaufprogramm auch Anleihen von Unternehmen erwerben. Während die EZB schon seit 2016 unbesicherte Corporate Bonds kaufen, ist es für das Fed eine Premiere. Die US-Notenbank kann für bis zu 100 Mrd. $ direkt von Unternehmen Anleihen kaufen und für weitere 100 Mrd. $ am Bondmarkt und über börsengehandelte Fonds (ETF) aktiv werden. Ökonomen der Denkfabrik Brookings konstatieren: «Das geht deutlich über die Programme während der Finanzkrise hinaus, die sich hauptsächlich auf das Funktionieren des Finanzmarkts fokussiert hatten.»

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