Unternehmen / Finanz

Wie Versicherer auf der Gewinnerseite bleiben

Baloise, Helvetia und Swiss Life haben Pensionsverträge für KMU längst selbst reformiert. Deshalb halten sie den Gewinnanteil trotz ungelöster BVG-Reform hoch.

Swiss Life holt fast die Hälfte der 20 Mrd. Fr. Konzerneinnahmen mit Pensionsverträgen für schweizerische Gewerbekunden. Bei Baloise und Helvetia ist es jeweils etwa ein Viertel des Geschäftsvolumens von rund 9 Mrd. Fr. Anders beim Gewinn: Hier macht der für die Sparte berufliche Vorsorge ausgewiesene Betriebsertrag allerdings maximal ein Siebtel oder noch weniger aus.

Das scheint ein Zeichen zu sein für eine niedrige Rentabilität. Berücksichtigt werden sollte jedoch, dass das damit zusammenhängende Prämienvolumen zum Grossteil treuhänderisch verbuchte Spargelder betrifft. So ist das Pensionsgeschäft für die Versicherer nur vordergründig schwach im Verhältnis zu ihren weiteren Geschäftssparten. Der in dieser Sparte erzielte Betriebsertrag ist gar seit Jahren erstaunlich stabil, trotz ungelöster Reform des Berufliche-Vorsorge-Gesetzes BVG und der oft beklagten Ungleichverteilung von Vorsorgeerträgen zwischen Erwerbstätigen und Rentnern.

Leistungssortiment geschickt angepasst

Die Mechanismen im Vorsorgegeschäft sind komplex. Deshalb verlangt die Finanzmarktaufsicht umfangreiche Offenlegungen. Von den führenden BVG-Anbietern haben Baloise, Helvetia und Axa Schweiz für 2020 bereits Transparenz geschaffen. Swiss Life folgt am Donnerstag. Klar ist, dass alle ihr Leistungssortiment mit weiteren Schritten anpassen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?