Unternehmen / Finanz

Wie Versicherer ins Bankgeschäft eingreifen

Swiss Life und andere fahren die interne Geldverwaltung hoch. Mit dezidierten Anlagefonds und Mandaten lässt sich in Konkurrenz zu Banken mehr als ein Zubrot verdienen.

Es locken substanzielle Einnahmen ohne wesentliche Risiken. Das lässt die Versicherer ins Bankgeschäft der Vermögensverwaltung drängeln. Swiss Life zieht auf bereits fast 100 Mrd. Fr. Kundengeldern Gebühren ein. Baloise hat 13 Mrd. Fr. auf Honorarbasis unter Verwaltung, und bis 2025 sollen weitere 10 Mrd. Fr. hinzukommen. Auch Vaudoise Versicherungen und Helvetia gieren nach zusätzlichen Gebühreneinnahmen.

Der Griff in die traditionell den Banken vorbehaltene Verwaltung von Vermögen begüterter Privater, Stiftungen und Pensionskassen folgt der ökonomischen Logik. Für die Anlage von Prämien- und Kundengeldern ist im eigenen Haus Investmentkapazität aufgebaut. Dieses interne Asset Management zu «hebeln» mit der Lancierung von Anlagefonds und Mandaten für andere Anleger, liegt auf der Hand.

Internes Know-how doppelt nutzen

Nötig ist dazu nicht viel Eigenkapital, weshalb die Rendite im Segment Asset Management hoch ausfällt. Wesentlich ist, komparative Vorteile auszuspielen. Langjährig erfahren und kompetent sind die Versicherer besonders in den Anlagebausteinen Obligationen und Immobilien. Aktieninvestments sind traditionell weniger ihr Ding.

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