Märkte / Rohstoffe

Wie viel Gold ins Portfolio gehört

Das Edelmetall überzeugt bei mageren Zinsen viele Anleger. Auch die niedrige Korrelation zur Börse ist ein Plus. Doch der Goldanteil sollte begrenzt bleiben.

Goldfans schnuppern Morgenluft: Seit Anfang 2019 ist der Preis des Edelmetalls über 20% gestiegen. In den Jahren zuvor dümpelte Gold fast nur vor sich hin. Jan Bopp, Investmentstratege bei Bank J. Safra Sarasin, erklärt: «Momentan sind die Voraussetzungen gut: Der Preis ist aus seiner Seitwärtsbewegung ausgebrochen, die Zentralbanken kaufen mehr am Markt und wegen niedriger Anleihenrenditen sind die Opportunitätskosten gering.» Unter Opportunitätskosten versteht man den entgangenen Ertrag anderer Anlageklassen, wenn man in das renditelose Edelmetall investiert.

In langfristigen – strategischen – Portfolioempfehlungen mancher Banken fehlt das Edelmetall. «Unsere strategische Allokation sieht einen Goldanteil von null vor – taktisch liegt er aber momentan bei 4,5%», sagt Bopp. Die professionellen Portfoliokonstrukteure der Banken und Fondsmanager können bei Gold einen der wichtigsten Ansätze zur systematischen Bestimmung des Anteils einer Anlageklasse nicht anwenden: Wegen der fehlenden laufende Rendite ist eine Bewertung anhand der künftigen Geldflüsse nicht möglich. Die Performance von Gold hängt damit vom Appetit der Anleger ab.

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