Einer der wenigen Lichtblicke für die Konsumenten ist derzeit der niedrige Ölpreis. Seit Anfang Jahr hat sich der Rohölpreis mehr als halbiert. Selbst die bisher grösste beschlossene Förderkürzung der wichtigsten Produzentenländer vermag den Preiszerfall nicht zu stoppen. Zu gross scheint der globale Nachfrageeinbruch. Ein Fass der Sorte Brent (Brent 43.24 1.98%) wird unterdessen wieder zu Preisen von deutlich unter 30 $ gehandelt. Dadurch sind auch in der Schweiz die Brenn- und Treibstoffpreise gesunken. Weil der Weltmarktpreis aber nur einen geringen Teil des Endpreises ausmacht, schlägt sich die Rohölbaisse nicht eins zu eins im Portemonnaie nieder. Der Durchschnittspreis für Bleifrei-Benzin ist von 1.59 Fr. pro Liter im Januar knapp unter 1.50 Fr. gefallen. Der Heizölpreis (3000 bis 6000 Liter) ist von 90 auf 70 Fr. pro 100 Liter gesunken. Heizöl reagiert etwas stärker auf den Rohölpreis, da die fiskalische Belastung geringer ist. CO2-Abgabe und Mehrwertsteuer machen zusammen ungefähr 40% des Endpreises aus. Der Einkaufspreis in Rotterdam beträgt auf 100 Liter berechnet nur etwa 24 Fr. Beim Benzin beläuft sich die fiskalische Belastung durch Mineralölsteuer, Mineralölsteuer­zuschlag, Importabgaben und Mehrwertsteuer auf über 80 Rappen pro Liter, was mehr als die Hälfte des Preises an der Zapfsäule ausmacht. Da die Abgaben nicht vom Preis abhängen, hält sich der staatliche Einnahmenausfall in Grenzen.