Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Corporate Governance
Unternehmen / Finanz

Wieder prall gefüllte Lohntüten für Schweizer CEO

Der CS-Chef kriegt trotz miesem Aktienkurs mehr Lohn. Mehr Transparenz führt oft nicht zu mehr Nachvollziehbarkeit.

Valentin Ade und Eflamm Mordrelle

Die fünf Topverdiener 2018 unter den Schweizer CEO stehen fest. Am Freitag veröffentlichte Credit Suisse ihren Vergütungsbericht, und CEO Tidjane Thiam steht zum ersten Mal auf Platz zwei der bestverdienenden Chefs kotierter Schweizer Unternehmen. Vor ihm ist der CEO der grossen Konkurrentin UBS, Sergio Ermotti, platziert.

Thiam erhält für 2018 eine Gesamtvergütung inklusive langfristiger Boni von 12,7 Mio. Fr., ein Lohnsprung von über 30%. Im Jahr zuvor verzichtete die CS-Leitung nach scharfer Aktionärskritik auf einen Teil ihres Salärs. Jetzt zeigt sich der Erfolg der Restrukturierung Thiams, 2018 gab es wieder Gewinn und für den Chef einen kräftigen Zuschlag in die Lohntüte. Die Kritik der Aktionäre dürfte hingegen nicht abflauen.

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Leser-Kommentare

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Markus Fischer 22.03.2019 - 19:03
Dass die CEO‘s der beiden Grossbanken zu den Topverdiener gehören kann ich nicht nachvollziehen, denn die Aktienkurse zeigen deutlich auf, dass die Performance im letzten Jahr schlichtweg katastrophal war. Die erwirtschafteten Erträge stehen auch im krassen Missverhältnis zu den Kosten/ Boni, gut sichtbar beim viel zu hohen Kosten-Relationsverhältnis von 80 % bei der UBS und sogar 82% bei der CS.… Weiterlesen »
Willy Huber 24.03.2019 - 10:55
Sie haben recht, Herr Fischer, ich bin völlig Ihrer Meinung. Ermottis UBS hat scheinbar vor, 300 Mio Kosten einzusparen (wahrscheinlich überall, nur nicht beim obersten Management). Wenn man bei ihm und dem VR, sowie den anderen oberen Absahnern sparen würde, wäre ein grosser Teil ja schon eingespart (die fringe benefits PK, Autos, Erstklass-oder Privatflüge und sonstiges müsste man ja auch… Weiterlesen »