Unternehmen / Industrie

Will Sabic bei Clariant aussteigen?

Der saudische Grossaktionär gibt Rätsel auf. Ein möglicher Deutungsansatz geht in Richtung Verkaufsabsicht.

Es lässt sich kaum mehr wegreden: Die Beziehung zwischen Clariant und Sabic hat Risse. Die beiden ­Seiten befremden einander zusehends. Die vom saudischen Grossaktionär am 28. Dezember eingereichten Anträge für die Generalversammlung des Spezial­chemieunternehmens vom 7. April unterstreichen das gleich doppelt.

Der erste Antrag verlangt eine Sonder­dividende von 2 Fr. Insgesamt sind das rund 660 Mio. Fr. Das kann Clariant schwächen, müsste im Fall einer Annahme doch der Investitionsspielraum beschnitten oder auf die geplante Festigung der Bilanz verzichtet werden. Der zweite, eine Amtszeitbeschränkung für die Mitglieder des Verwaltungsrats auf zwölf Jahre, gewinnt unter institutionellen Investoren zusehends an Bedeutung, ist hier aber primär ein Angriff auf den VR-Präsidenten Hariolf Kottmann.  Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Peter Gruner 08.01.2021 - 23:39
Die Leistung der Firma über die letzten 20 Jahre ist grottenschlecht und die Firma hat unter Kottmann keinerlei Mehrwert für die Aktionäre geschaffen. Da Clariant – zumindest in der Vergangenheit – nicht in der Lage war, die einbehaltenen Gewinne für die Anteilseigner sinnvoll zu reinvestieren, macht eine weitere Sonderausschüttung durchaus Sinn. Kottmann hat für mich seit seinem unsäglichen TV-Auftritt eh… Weiterlesen »
Clementina Amelia 13.01.2021 - 11:20

Guten Tag
An der letzte GV hab ich verlangt ,dass Kottmann nicht mehr gewählt werden darf.
Was dieser Kottmann die letzten Jahren für Clariant und deren Aktionäre geleistet hat, ist sehr schlecht. Ein Manager ,der schon immer überbewertet wurde.
Der muss per sofort zurücktreten.
Amelia Francesco