Märkte / Makro

«Wir haben mehr Probleme als 2007»

William White, vormals Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel, warnt vor einer Eskalation der Krise. Am Ende werde den Notenbanken die Schuld gegeben.

«Wir sind immer noch mitten in der Krise, und es wird schlimmer werden.» Das sagte William White, ehemaliger Chefökonom der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), am Donnerstag an einem Seminar der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Vor der BIZ hatte White bei den Notenbanken in Grossbritannien und Kanada gearbeitet.

Wenn die Krise dereinst ende, würden die Zentralbanken für alles verantwortlich gemacht – weil sie den Eindruck vermittelt hatten, dass sie die Probleme bewältigen können. White folgert: «Die Unabhängigkeit der Zentralbanken wird aufgehoben.» Das sei auch nach der Grossen Depression Ende der Dreissigerjahre geschehen. Damals seien die Notenbanken in vielen Ländern dem Finanzdepartement unterstellt worden, etwa in den USA, Kanada und Grossbritannien.

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Leser-Kommentare

Anton Bard 08.11.2016 - 17:16

In meiner Kindheit habe ich gelernt, zuerst zu sparen und dann auszugeben. So sind halt keine grossen Wchstumszahlen hinzukriegen und deshalb ist halt heute alles anders. Je tiefer der Zins, desto mehr müssen die Banken Geld schöpfen um nominal die gleichen Einnahmen zu haben. Ich hoffe für mich, meine Kinder und Grosskinder, dass ich zu pessimistisch bin.