Märkte / Makro

«Wir meiden zu teure Softwaretitel»

Olivia Engel, Expertin für quantitative Anlagestrategien, warnt vor hohen Bewertungen wie zur Dotcom-Blase.

Frau Engel, Sie verwenden einen quantitativen Ansatz, um Aktien auszuwählen. Die Börsen scheinen jetzt Angst vor höheren Renditen zu haben – nehmen Sie solche Bedenken in Ihre Modelle auf?
Wir nehmen keine Position dazu ein, wie sich die Renditen entwickeln werden, da unser Bottom-up-Prozess vielversprechende Unternehmen anhand einer Vielzahl von Faktoren auswählt. Wir verwenden jedoch Stresstests unserer Portfolios, um festzustellen, wie sich steigende Renditen – als parallele Bewegung der Zinsstrukturkurve oder als Steilheit der Kurve – auf unsere Portfolios auswirken würden.

Was zeigen diese Stresstests?
Es ist wichtig zu beachten, dass verschiedene Sektoren unterschiedlich von steigenden Renditen betroffen sind: Während Aktien, die als Anleihenersatz dienen, wie etwa Versorger unter steigenden Renditen leiden, profitieren Banken und Versicherer von einer steileren Zinsstrukturkurve. Die verschiedenen Reaktionen können sich ausgleichen. Es ist daher sinnvoll, das Portfolio auf das Zinsrisiko insgesamt zu prüfen. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?