Unternehmen / Schweiz

Wirbel um Schweizer Strombörse

Die Elektrizitätsbranche steht vor einer Weichenstellung. Die Frage ist, ob sie bei einer neu zu bildenden Schweizer Strombörse auf eine eigene Lösung setzt oder den Auftrag extern vergibt.

Pläne zur Gründung einer Schweizer Strombörse sorgen in der Branche für Aufregung. Einerseits versuchen europäische Anbieter, sich auf dem Markt zu positionieren. Anderseits fürchten Vertreter aus dem Inland, Schweizer Interessen könnten ohne eine eigene Börsen­gesellschaft zu kurz kommen. Denn derzeit hat die Schweiz noch keinen nominierten Handelsplatz, über den sie an einer stärkeren Kopplung der Strommärkte in der EU teilhaben könnte.

Dort sollen die Elektrizitätsmärkte bis 2014/15 komplett integriert sein. Vom Market Coupling verspricht sich die EU bessere Zuteilungsprozesse für Kapazitäten auch über Ländergrenzen hinweg durch eine koordinierte Preis­findung über die Börse. Vorerst fehlt aber nicht nur eine formal-rechtliche Strombörse in der Schweiz, sondern auch ein Energieabkommen mit der EU, was bisher Bedingung für eine Teilnahme der Schweiz am europäischen Markt ist. Die Verhandlungen haken; in der Zwischenzeit versuchen die Akteure, Fakten zu schaffen.

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