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Wirecard-Aktie bricht ein

Ein Bericht der «Financial Times» belastet die Titel des deutschen Zahlungsanbieters erneut schwer. Wirecard weist die Vorwürfe zurück.

(Reuters) Anleger von Wirecard (WDI 121.25 0.04%) haben nach einem erneuten Bericht über angebliche Bilanzfälschungen bei dem Zahlungsanbieter die Flucht ergriffen. Die im Dax (DAX 13198.28 -0.07%) notierten Aktien brachen am Dienstag zeitweise um 23 % ein und markierten ein Sechs-Monats-Tief von 107,80 €. Händler verwiesen auf einen Bericht in der Online-Ausgabe der «Financial Times», dem zufolge der Konzern Umsatz und Gewinn bei Auslandstöchtern in Dubai und Irland aufgebläht und womöglich die eigenen Wirtschaftsprüfer hinters Licht geführt haben könnte.

Wirecard hat die Vorwüfe zurückgewiesen. Der Artikel in der Zeitung sei «eine Zusammenstellung einer Reihe von falschen und irreführenden Behauptungen», die vom Autor der Geschichte in anderen Artikeln zuvor aufgestellt und die bereits vollständig widerlegt worden seien, erklärte der Konzern am Dienstag.

Die britische Zeitung bezog sich auf interne Dokumente und Schriftwechsel von Top-Managern der Wirecard-Finanzabteilung, die sie von einem Whistleblower zugespielt bekommen habe. Die «FT» hat das Unternehmen aus Aschheim bei München bereits mehrfach krimineller Machenschaften bezichtigt und Kursstürze ausgelöst. Wirecard und die deutsche Finanzaufsicht BaFin hegen den Verdacht, dass sich sogenannte Leerverkäufer das zunutze gemacht haben. Diese setzen auf fallende Kurse. Die BaFin hatte Leerverkäufe mit Wirecard-Aktien deswegen im Frühjahr sogar für zwei Monate verboten.

Die Zeitung sieht sich durch eine selbst in Auftrag gegebene Untersuchung von Juristen in ihrer Berichterstattung bestätigt. Die Ermittlungen der Anwaltskanzlei RPC hätten keine Hinweise darauf erbracht, dass es Absprachen zwischen Reportern und Spekulanten gegeben habe.

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