Unternehmen / Schweiz

Wirtschaftslage günstig für Bilanz und Erfolgsrechnung

In der zweiten Wochenhälfte haben vier Kantonalbanken ihre Zahlen 2006 veröffentlicht. Zwar gehören sie nicht zu den Grossen in Bezug auf die Bilanzsumme (vgl. Tabelle), aber mit Blick auf die weiteren Abschlüsse der kotierten Kantonalbanken (zur Zuger KB vgl. FuW vom letzten Samstag) liefern sie gleichwohl einige interessante Hinweise. Deutlich wird, dass sich die erfreuliche Konjunktur in Bilanz und Ertragsrechnung von oben bis unten vorteilhaft ausgewirkt hat.
Die mit Abstand wichtigste Ertragskomponente, der Zinserfolg, hat sich trotz allenthalben monierter Verschärfung der Konkurrenz verbessert (im Fall der Schwyzer KB zum ersten Mal seit drei Jahren). Weniger überraschend, dass sich der Kommissionserfolg dank gutem Börsenumfeld deutlich erhöhte. In Sachen Kostenmanagement sind die Hausaufgaben gemacht worden: In allen vier Kantonalbanken stieg der Geschäftsaufwand weniger rasch als der Ertrag. Die Schwyzer und die Freiburger Kantonalbank arbeiten mit einer (niedrigen) Ertrags-Kosten-Relation von weniger als 40%.
Gemeinsam ist dem Quartett überdies, dass die Position Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste erneut – zum vorläufig letzten Mal
– rückläufig war, in der Freiburger KB um die Hälfte, in der Urner um ein Viertel. Das wirtschaftlich relevante Zwischenergebnis (Betriebsgewinn) wurde dagegen in zwei Fällen beeinträchtigt: Sowohl die Freiburger wie die Obwaldner KB hatten Investitionen in eine neue Informatikplattform (Finnova) abzuschreiben. Unisono freuen dürfen sich Kantone und Steuerzahler: Die Gewinnausschüttung an die Staatskasse fällt deutlich höher als im Vorjahr aus.AS

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