Märkte / Aktien

Wo Aktien noch günstig sind

In den meisten Industrieländern ist die Aktienbewertung viel höher als gewöhnlich. Japan und Singapur sind die Ausnahmen.

Während die Ökonomen noch über die Rückkehr der Inflation debattieren, ist die Sachlage bei den Vermögenspreisen recht eindeutig. Ob Anleihen, Aktien oder Immobilien, die Preise sind in den vergangenen Jahren stark aufgebläht worden. Ausser während der Dotcom-Bubble Ende 1999 waren US-Aktien nie teurer.

Das zeigt das zyklisch adjustierte Kurs-Gewinn-Verhältnis CAPE (Cyclically Adjusted Price-to-Earnings Ratio). Es wird auch Shiller-KGV genannt, weil der Yale-Professor und Nobelpreisträger Robert Shiller massgeblich zur Entwicklung der Kennzahl beigetragen hat. Zur Berechnung des Shiller-KGV werden nicht die stark schwankenden Unternehmensgewinne eines Jahres oder die Gewinnschätzungen herbeigezogen, sondern die um die Inflation bereinigten Gewinne über zehn Jahre. Der Vorteil dieser Berechnungsmethode ist, dass keine Prognosen nötig sind und der Konjunkturzyklus geglättet wird.

Niederlande teurer als die Schweiz

Für den US-Aktienmarkt reichen die Daten des Shiller-KGV bis 1881 zurück. Im Mittel betrug es rund 17, heute liegt es mehr als doppelt so hoch bei 38 und rund 45% über dem Zehnjahresdurchschnitt. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

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