«Wenn man das Leben durchs Champagnerglas betrachtet, sieht man es strahlen…» – so klingt es in Emmerich Kálmáns Operette «Die Zirkusprinzessin». Dem sei, just zu Jahresende, nicht widersprochen. Champagner kommt aus der Champagne, und nur von dort; alle anderen Schaumweine weltweit – d. h. 90% des gesamten Volumens, doch nur 64% des gesamten Werts – müssen anders heissen: Sekt, Cava, Crémant, Spumante etc. 2018 wurden aus der Champagne 302 Mio. Flaschen ausgeliefert, zu 48,7% an heimische Kundschaft, zu 51,3% an ausländische; diese ist hier dargestellt. Der volumenmässig grösste einzelne Exportmarkt liegt just jenseits des Ärmelkanals. Schon Winston Churchill, gross auch im Alkoholgenuss, sprach dem Champagner lebhaft zu. Auf dem zweiten Platz folgen die Amerikaner (wertmässig übrigens auf dem ersten; sie trinken im Durchschnitt teurere Tropfen). Danach werden die Abstände grösser; es folgt Japan, dann Deutschland – der grösste Schaumweinmarkt überhaupt, dort wird jedoch auch heimischen Kreszenzen zugesprochen. Die Schweiz ist mit von der Partie; 2018 wurden 5,8 Mio. Flaschen Champagner hierher geliefert und wohl zügig konsumiert – Moussierendes altert schlecht. Immerhin: Pro Kopf der Bevölkerung wurde in der Schweiz etwa doppelt so viel Champagner genossen wie im Vereinigten Königreich. Das dürfte sich zur Jahreswende bestätigen. Santé!