Es sind immer noch 47 Länder, die ein erhebliches Hunger­risiko plagt (hier in Lila, Orange, Rot). Ins Auge fällt vor allem Afrika – ab Sahel bis an die Grenzen Südafrikas, je zentraler, desto bedenklicher. Verheerend ist die Lage im «Failed State» Somalia. Fast der ganze indische Subkontinent darbt, nach wie vor. Indien, das bald das bevölkerungsreichste Land der Welt sein wird (oder schon ist), weist gemäss dem aktuellen Global Hunger Index GHI ein ernsthaftes Hungerrisiko auf, trotz des Wirtschaftswachstums in den vergangenen Jahren. In China hingegen ist das Hungerrisiko nur noch niedrig, eine historische Leistung, die zur Stabilität und Legitimität des kommunistischen Regimes beiträgt. Kein Hungerproblem haben Nordamerika, Japan und Australien. Der Gegensatz vom satten Süd- zum unterernährten Nordkorea sagt alles. Auf den amerikanischen Kontinenten geht es, seit jeher, Haiti lausig; der bolivarische Sozialismus hat nun auch dem ölreichen Venezuela leere Teller beschert. Kein Hungerrisiko kennt in Südamerika allein Französisch-Guayana – ein Teil des Gourmand-Mutterlandes Frankreich. In Syrien zeigen sich die Folgen des endlosen Bürgerkriegs. In Libyen bspw. neigt man nicht etwa zur Leibesfülle, es liegen bloss keine Daten vor. Welthungerhilfe und Concern Worldwide kalkulieren den GHI jährlich nach Messgrössen wie Kindersterblichkeit, Verfügbarkeit und Qualität von Nahrungsmitteln.