Zürich ist nicht mehr die Nummer eins, wenn es um Löhne geht. Das zeigt die achte globale Preiserhebung der Deutschen Bank. Sie sammelt die Daten von Städten, die für die Finanzmärkte von Belang sind (neben den Monatslöhnen werden übrigens auch Preise für Behausung, diverse Produkte und Dienstleistungen verglichen). Der stetige Aufstieg San Franciscos in den vergangenen Jahren spiegelt die steigende Bedeutung des amerikanischen Tech-Sektors und dessen Lohnanstieg – die Nähe zum Silicon Valley zeigt sich deutlich. Zürich ist nun, umgerechnet in Dollar, Nummer zwei, noch deutlich vor den US-Metropolen New York, Boston und Chicago. In den amerikanisch dominierten Top Ten finden sich bemerkenswerterweise keine Wirtschaftsschwerpunkte der Eurozone, was zum Teil auch die Wechselkursentwicklung des Euros gemessen am Dollar spiegelt. Frankfurt und Paris rangieren einiges hinter der Spitzengruppe; noch haben diese beiden Finanzplätze anscheinend nicht lohnwirksam vom Brexit und der mutmasslichen Verlagerung von Teilen der «City» auf den Kontinent profitiert. 2012, in der ersten Erhebung, waren die USA gemessen an den Löhnen noch billig, und die US-Finanzplätze begannen ihren Aufstieg zum heutigen Lohnniveau erst gerade. Für den aktuellen Spitzenreiter San Francisco etwa wurden 2014 noch 3470 $ ermittelt, was damals erst zu Rang acht reichte.