Bis global die erste Million Autos mit Elektromotor verkauft war, dauerte es fünf Jahre. 2018 wurden bereits zur Jahresmitte eine Million ver- bzw. gekauft. Der grösste Markt in absoluten Zahlen war vergangenes Jahr China, wo 1,053 Mio. solcher Personenfahrzeuge Absatz fanden – in den USA waren es daran gemessen gut ein Drittel. Auf dem dritten Rang folgt bereits der kleine Markt Norwegen (5,3 Mio. Einwohner). Da erstaunt es nicht, dass Norwegen in relativen Zahlen an der Spitze liegt: Fast die Hälfte der verkauften Neuwagen hatten vergangenes Jahr einen rein elektrischen oder einen elektrifizierten Antrieb; ihr Anteil am gesamten Personenwagenbestand erreicht dort unterdessen ein Drittel. Das hat entscheidend damit zu tun, dass die Regierung des nicht zuletzt durch Öl- und Gasförderung reich gewordenen Staats grosszügige Anreize gewährt: Der Kauf von E-Autos ist steuerfrei, sodass sie netto sogar etwas günstiger sind als vergleichbare Modelle mit Verbrennungsmotor. Zudem lassen sich mit E-Autos Parkplätze, Mautstrassen oder Fähren vergünstigt oder gratis benützen. Bis 2025 will Oslo keine Diesel- und Benzinmotoren mehr zulassen. Deutlich hinter Norwegen folgen andere nordische Staaten und die Niederlande, dann bereits der Riesenmarkt China. Die Schweiz bringt es auf 3,2% E-Wagen und Plug-in-Hybride – immerhin mehr als in den Nachbarländern oder in den USA.