Unternehmen / Schweiz

Wo im Aktienmarkt «Rabatte» locken

Qualitätstitel wie Lindt & Sprüngli und Swatch Group gibt es in zwei Kategorien. Der Anleger kann den Bewertungsunterschied Ecart nutzen.

Jan Schwalbe und Wolfgang Gamma

Die Einheitsaktie ist am Schweizer Aktienmarkt Standard geworden. Ausnahmen mit zwei Titelkate­gorien gibt es aber auch bei namhaften Gesellschaften im SMI und im SMIM. ­Entsteht ein zu deutlicher Bewertungsunterschied, eröffnen sich dem Anleger versteckte Chancen.

Die Namenaktien des Schokoladeherstellers Lindt & Sprüngli handeln in der Regel mit einem Aufschlag (Ecart) zu den Partizipationsscheinen. Seit 1995 beträgt er im Schnitt gut 9%. In den letzten Monaten hat er sich aber mehr als verdoppelt. Am Dienstag betrug er 21%.

So richtig akzentuiert hat sich der Unterschied, als das Unternehmen Anfang Oktober ein Rückkaufprogramm angekündigt hat. Die zweite Handelslinie wurde bisher kaum genutzt. Im regulären Handel haben die Namenaktien seither aber 14% gewonnen, die PS kosten nur 9% mehr. Ob der Schwung in den Aktien mit Stimmrecht Erwartungen an das Rückkaufprogramm entspringt oder Konsolidierungsfantasien – bei Transaktionen können Besitzer stimmberechtigter Titel mitreden –, kann nicht beurteilt werden.

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