Wer Robotertechnik sagt, müsste Südkorea sagen. Auf 10‘000 Beschäftigte in der Industrie kommen über 530 Roboter (aller Typen, die in der verarbeitenden Industrie eingesetzt werden; Erhebung 2015). Der globale Durchschnittswert stellt sich auf bloss 69. Südkoreas Vorsprung auf die nächsten Verfolger Singapur, Japan und Deutschland ist eindrücklich. Die Schweiz rangiert unter «ferner liefen» und ist nur mässig überdurchschnittlich «roboterisiert», erstaunlich für ein exportorientiertes Land mit chronischen Wechselkursnachteilen. Automation wird zunehmend zum Erfolgsfaktor, auch für mittelgrosse und kleinere Betriebe. Die Zahl der installierten Industrieroboter wird bis 2019 weltweit auf rund 2,6 Mio. steigen, eine Million mehr als 2015. Gegenwärtig sind sie vor allem im Einsatz in den Sektoren Automobil, Elektrik und Elektronik, Metall und Maschinenbau. 2015 wurden weltweit gut 250‘000 Industrieroboter verkauft, ein gutes Viertel davon in China, das noch grossen Nachholbedarf hat. Im deutschen Automobilbau übrigens hat die forcierte Automatisierung nicht die mancherorts befürchteten zerstörerischen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze – die Beschäftigtenzahl stieg von 2010 bis 2015 jährlich 2,5%, der Roboterbestand etwa parallel dazu 3%. Der Grund, in Kürze: Niedrigere Herstellungskosten führen zu günstigeren Verkaufspreisen, was wiederum die Nachfrage belebt.