Die Haushalte weltweit scheiden Jahr für Jahr mehr elektrischen und elektronischen Schrott aus: Bildschirme, Leuchten, Kühlschränke, Waschmaschinen, Ventilatoren, Toaster, Mobiltelefone usw. usf. Dieser Ausstoss ist gemäss dem ­Global E-Waste Monitor 2020 (federführend erstellt von der United Nations University) der am raschesten wachsende Abfallstrom aus privaten Quellen. 2019 dürfte er 53,6 Mio. t weltweit erreicht haben, umgerechnet 7,3 kg pro Person. Das ist gut ein Fünftel mehr als bloss fünf Jahre zuvor. Zwar ist China mit kalkuliert 10,1 Mio. t der grösste einzelne Produzent von E-Waste, liegt aber pro Kopf genau im Schnitt. Es erstaunt nicht, dass die höchsten Werte in den am höchsten entwickelten, vermögendsten Ländern erreicht werden (in denen immerhin auch das organisierte Recycling am weiteten ausgebaut ist). Norwegen führt das Tableau mit 26 kg pro Person an; wohl auch eine Konsequenz der Verbreitung von E-Autos mit ihren schweren Batterien. Für die Schweiz berechnet die Studie 23,4 kg, Rang drei in der hier gezeigten Spitzengruppe. Das Volumen an Elektroschrott dürfte weiter zügig steigen (etwa gegen 75 Mio. t 2030) – elektrische und elektronische Geräte und Bauteile werden billiger und ­finden stets breitere Verwendung. Umso angezeigter ist es, die Wiederverwertung zu fördern; derzeit dürften nur gut 17% des E-Waste rezykliert werden.