Märkte / Aktien

Wo Strategen 2020 Chancen sehen

Die Londoner Investmentbanken erwarten dieses Jahr höchstens einstellige Kursgewinne bei Aktien. Britische Titel werden wieder vermehrt empfohlen.

Wer in den vergangenen Jahren auf amerikanische Aktien gesetzt hat, konnte nicht viel falsch machen. Geht es nach den Finanzmarktstrategen in London, wird sich daran auch in den kommenden Monaten nichts ändern – zumindest bis zu den US-Präsidentschaftswahlen im November. Fast ausnahmslos halten sie an der Übergewichtung von US-Titeln fest. «Wir gehen davon aus, dass die Outperformance von nordamerikanischen Aktien gegenüber dem europäischen Markt anhält», sagt Edward Stanford, Aktienstratege bei HSBC.

In die gleiche Richtung argumentiert Robert Buckland, Chefstratege der US-Investmentbank Citi, der ebenfalls an der Übergewichtung nordamerikanischer Valoren festhält: «Die Bewertung des US-Marktes mag hoch scheinen, die Gewinn- und Dividendenentwicklung sieht aber weiterhin gesund aus.» Er geht davon aus, dass der S&P 500 im laufenden Jahr 5% zulegen könnte – analog zur erwarteten Entwicklung der US-Unternehmensgewinne. In diesen Kanon stimmt Andrew Garthwaite, Chefstratege der Credit Suisse, ein. Auch er sieht 2020 die USA im Vorteil, mit einer Einschränkung: Er setzt primär auf wachstumsstarke Gesellschaften. Sie würden in den späten Phasen des Zyklus meist die beste Rendite aufweisen.

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Leser-Kommentare

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Willy Huber 14.01.2020 - 14:00

Ihr Wort in Gottes Gehörgang! Allerdings, wenn man genügend viele Experten, Analysten und sonstige Branchenkenner*innen (ha!) anfrägt und deren kluge Vorausschau publiziert, wird man Ende 2020 sicher auch wieder einen Gewinner orten können!