Dossier-Bild Ein Artikel aus dem Dossier Vorsorge
Unternehmen / Finanz

Wo Versicherer anlegen wollen

Alternative Anlagen gewinnen als Vermögensbausteine an Bedeutung. Umgeschichtet wird aber nur langsam.

Beatrice Bösiger und Thomas Hengartner

Vorsorgeunternehmen suchen wieder mehr Risiko. Die Branche will verstärkt Teile ihres Vermögens in risikoreichere Anlageklassen umschichten, wie aus einer Umfrage von Goldman Sachs hervorgeht. «Wir beobachten vor allem ein Interesse an Investitionen, die besonders von der Erholung der Wirtschaft nach der Covid-19-Pandemie profitieren», sagt Volker Anger, der den Bereich Insurance Asset Management DACH bei Goldman Sachs Asset Management leitet.

Die Risikolust ist gemäss der in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführten Umfrage auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Gestiegen ist das Interesse laut Anger insbesondere an nicht kotierten Anlagen wie Private Equity oder der Finanzierung von Infrastruktur und Unternehmen (Private Debt), die zu mehr Rendite führen sollen.

Vergrösserung geht nicht über Nacht

Dass Vorsorgeunternehmen ihr Anlagevermögen, das für die Deckung von Vorsorgeverpflichtungen und künftigen Schadenzahlungen verwendet wird, hier statt in Staatsanleihen investieren, ist nicht neu. So können sie etwa die Illiquidität solcher Anlagen aufgrund der Berechenbarkeit ihrer Verpflichtungen besser aushalten als Banken. Zudem sind die Renditeversprechen dieser Anlageklassen angesichts anhaltend tiefer Zinsen in der Branche gerne gesehen.

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