Unternehmen / Schweiz

Wochenverlust schickt SPI in Richtung Jahrestief

Nach der Kurskorrektur der abgelaufenen Woche notieren die Schweizer Aktienindizes unter dem Stand vom Jahresbeginn.

Vor einer Woche noch notierte der Schweizer Aktienmarkt unter Einberechnung der Dividenden nur knapp unter seinem Niveau von Jahresbeginn. Nun, nach einer schwachen Börsenwoche, ergibt sich je nach Index eine negative Gesamtperformance zwischen –4 und fast –6%. Die Kurskorrektur, die in den USA ihren Anfang nahm, hat am hiesigen Börsenplatz auf breiter Front belastet, aber vor allem diejenigen Titel, zu denen es zusätzlich negative Nachrichten gab.

Da fallen beispielsweise Swatch Group (UHR 325.8 1.24%) und Richemont (CFR 67.96 0.44%) ins Auge. Beide Valoren hatten schon in den letzten Wochen überdurchschnittlich gelitten. Dahinter standen Sorgen, Handelskriege könnten den Uhrenabsatz in den wichtigen Märkten China und Hongkong schwächen. Nun setzte den Titeln eine Studie von Morgan Stanley (MS 44.68 1.25%) zu, die gleich das gesamte Luxusgütersegment als risikoreich einschätzt.

Sehr empfindlich reagierten die Investoren auch auf die Meldung, der Unterhaltungselektronikhersteller Bose wolle Hörgeräte produzieren. Das liegt zwar in weiter Ferne, aber die Nachricht paarte sich ungünstig mit grundsätzlich zittrigen Händen, weshalb Sonova (SOON 160.6 0.06%) überdurchschnittlich stark verloren haben. Die VAT-Aktien kamen unter Druck, nachdem das Unternehmen erklärt hatte, in der Schweiz für 400 Beschäftigte Kurzarbeit einzuführen, weil der Halbleitermarkt schwächelt.

Zu den grössten Verlierern der Woche gehörten auch Papiere, zu denen es keine spezifischen Nachrichten gab, so etwa Sika (SIKA 129.7 1.73%), ABB (ABBN 20.07 0.88%), Kardex (KARN 133.4 0.76%), Interroll (INRN 1744 -0.46%), Vifor Pharma (VIFN 135 0.33%) oder Idorsia (IDIA 19.26 -0.36%). Im Finanzsegment präsentierten sich Swissquote (SQN 52.6 2.73%) und Temenos (TEMN 130.3 -0.53%) besonders schwach, ebenso Julius Bär (BAER 44.94 0.63%). Die Titel Swissquote sind seit Jahresbeginn aber immer noch mehr als 50% im Plus.

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