Die Zentren Zürich, Zug, Baden, Luzern, Basel, Bern sowie die Region um Nyon sind die für Unternehmen attraktivsten Wirtschaftsregionen der Schweiz. Ein wesentlicher Grund dafür ist ihre Lage an den Hauptverkehrsachsen. Die Regionen in den Alpen und im Jura haben für manche Unternehmen den Nachteil beträchtlicher Fahrzeiten. Erreichbarkeit (von Bevölkerung, Beschäftigten und Flughäfen) ist denn auch eines der Kriterien des von Credit Suisse (CSGN 11.31 0.04%) erhobenen Standortqualitätsindikators, die anderen sind steuerliche Attraktivität (für natürliche und juristische Personen) sowie Verfügbarkeit (von Fachkräften und Hochqualifizierten). Dieser synthetische Index wird auch nach Kantonen berechnet (Skala rechts), wobei Zug, Zürich und Aargau vorn liegen bzw. Graubünden, Wallis und Jura hinten. Die Darstellung nach Regionen berücksichtigt die Heterogenität mancher Kantone besser. So ist die Region Bern eine für Unternehmen attraktive Insel in einem Kanton von knapp (Mittelland) bzw. deutlich (Emmental, Oberland) unterdurchschnittlicher Standortqualität. Hier zeigt sich auch beispielhaft, dass eine sehr hohe Steuerbelastung, wie sie der ganze Kanton Bern kennt, an Zentrumslage von Unternehmen in Kauf genommen wird, nicht jedoch an der Peripherie. 2020 soll der Ceneri-Basistunnel eröffnet werden, was die Erreichbarkeit der Urner und der Tessiner Wirtschaftsregionen verbessern wird.