Die letzte Behandlung des Nasdaq 100 in dieser Kolumne geht auf den 16. Juni 2021 zurück. Somit ist sie fast auf den Tag genau ein Jahr alt. Mittlerweile notiert dieser Index 15% tiefer als damals. Das ist nicht ganz überraschend.

Vor einem Jahr lautete der Titel «Der Glanz des Nasdaq 100 verblasst». Die Rede war davon, dass nur 22 von 100 Titeln relative Stärke zum MSCI Welt aufwiesen. Jetzt sind es 43, die über dem 50-Wochen-Durchschnitt der relativen Stärke notieren.

Der Nasdaq 100 hat den relativen Trend am 4. Februar dieses Jahres zum zweiten Mal seit dem 6. September 2013 gebrochen. Das erste Mal geschah dies am 21. Mai 2021. Daher war seine relative Stärke zum MSCI Welt vor einem Jahr ein Thema. Nach einem kurzen Aufbäumen brach sie wieder unter den 50-Wochen-Schnitt ein. Das erste Mal, wenn das geschieht, liegt oft ein Ausrutscher vor, das zweite Mal wird es meistens zum Trend.

Negativer relativer Trend

So ist es jetzt. Das liegt an der relativen Schwäche grosskapitalisierter Konstituenten im Index. Dass die Anzahl relativ starker Aktien trotzdem zugenommen hat, ist ein weiterer Beleg unter vielen für die hohe Heterogenität, die gegenwärtig die Aktienmärkte weltweit prägt. Die Heterogenität wiederum legt Zeugnis davon ab, dass die Anlegerwelt die Anlageklasse Aktie nicht als grundsätzlich attraktiv ansieht.

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