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Working Capital Management gehört 2019 auf die CFO-Agenda

Um 2019 den finanziellen Spielraum zu vergrössern, ist Working Capital Management (WCM) ein sicheres Rezept. Doch was müssen Unternehmen wissen, wenn sie WCM 2019 auf ihre Agenda setzen? Dr. Daniel Maucher, WCM-Experte von PostFinance, gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

1. Lohnt sich WCM auch dann, wenn das Unternehmen keine akuten Liquiditätsprobleme hat?

Ja. In Unternehmen liegt in der Regel viel Kapital brach – etwa, weil dieses in einem unnötig hohen Lagerbestand gebunden ist oder weil Kunden spät zahlen und das Unternehmen dadurch lange auf das Geld warten muss. Mit WCM-Massnahmen, die bei den Debitoren, den Kreditoren, der Liquidität und den Beständen ansetzen, wird unnötig gebundenes Kapital freigesetzt. So erhalten die Unternehmen mehr finanziellen Spielraum, den sie zum Beispiel für Wachstumsvorhaben nutzen können. Zudem erschliessen sie mit einem ganzheitlichen WCM-Ansatz nicht nur unternehmensinterne, sondern auch unternehmensübergreifende Potenziale entlang ihrer Wertschöpfungskette (Supply Chain). Durch die Optimierung von Prozessen können nachhaltige Kosten- und Qualitätsverbesserungen erreicht werden. Diese wirken sich dank verbesserter Marge und Rentabilität direkt auf den Unternehmenserfolg aus.

2. Ist WCM nur für bestimmte Branchen relevant?

Nein. Grundsätzlich ist WCM für alle Branchen geeignet, da die WCM-relevanten Bereiche Kreditoren, Debitoren und Liquidität bei allen Unternehmen eine Rolle spielen und es hier viele Stellhebel zur Optimierung gibt. Bei Unternehmen mit einem Warenlager, wie es für Handelsunternehmen typisch ist, kommt das WCM-Thema der Bestände hinzu, das in der Regel viel zusätzliches Optimierungspotenzial birgt. Die grössten Herausforderungen im WCM sehen Schweizer Unternehmen gemäss der im Sommer erschienenen WCM-Studie 2018 des Supply Chain Finance (SCF)-Labs der Universität St. Gallen übrigens bei den Beständen und den Debitoren (siehe Grafik).

3. Sind WCM-Bankenlösungen teurer als bankenunabhängige?

Nein. Bankenlösungen wie Factoring, Reverse Factoring oder Dynamic Discounting sind immer dann eine attraktive Lösung, wenn ein Unternehmen die beste Bonität innerhalb der Supply Chain ausnutzen will, ohne die eigene Liquidität und Bilanz zur Verfügung zu stellen. WCM-Bankenlösungen verursachen ebenso wie gewisse bankenunabhängige Lösungen Kosten. In der Regel werden diese jedoch durch die erzielten Ergebnisse (mehr als) wettgemacht. Insofern sind sie nicht per se teurer als bankenunabhängige Lösungen. Im Gegenteil.

4. Die Zinswende ist noch nicht in Sicht. Hat WCM in Zeiten von Negativzinsen denn überhaupt seine Berechtigung?

Ja. Viele Unternehmen finanzieren sich aktuell sehr günstig. Jedoch ist es auch für sie essenziell, über WCM weitere, stabilere Kapitalquellen zu erschliessen und die Wertschöpfungskette zu optimieren. Zudem ist zu bedenken, dass eine höhere Fremdfinanzierung den Verschuldungsgrad und insgesamt das Unternehmensrisiko ansteigen lässt. WCM-Lösungen wie Factoring führen zur flexiblen Optimierung der Liquidität, ohne dabei den Verschuldungsgrad zu erhöhen.