Märkte / Makro

Yellen sorgt für Linksruck in der Geldpolitik

Die US-Notenbankchefin berücksichtigt für die Bewertung des Arbeitsmarktes differenziertere Kriterien als ihre Vorgänger. Kritiker befürchten, dass das duale Notenbankmandat darunter leiden könnte.

Peter DeThier, Washington

Nach gut dreieinhalb Monaten im Amt gibt US-Notenbankchefin Janet Yellen Experten weiterhin Rätsel auf. Auf der einen Seite lobt sie die konjunkturelle Erholung und den Aufschwung am Arbeitsmarkt, weist dann aber postwendend auf deren Unzulänglichkeiten hin. Yellen bewertet die Erholung nicht allein anhand von quantitativen Zielen, wie etwa der Arbeitslosenquote oder der Zahl neu geschaffener Stellen, sondern es fliessen auch qualitative Kriterien in den Entscheidungsprozess ein.

Während Inflationsfalken ihre «Sozialisierung» der Geldpolitik nun scharf kritisieren, meinen andere, dass die Fed-Vorsitzende im Grunde nichts anderes tut, als das duale Mandat – Vollbeschäftigung und Preisstabilität – neu zu definieren.

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