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Yi Gang: Chinas Reformen sind jetzt sein Problem

Der neue Chef der chinesischen Notenbank ist ein erfahrener Technokrat. Er muss wohl noch grössere Herausforderungen als sein Vorgänger meistern. 

Die Welt sollte auf diesen Mann achten: Yi Gang wurde Anfang Woche von Chinas Machthabern an die Spitze der Notenbank gesetzt. Das zeigt schon der Blick auf seinen Vorgänger Zhao Xioachuan, der nun mit siebzig Jahren abtritt. Kaum jemand hatte beim Amtsantritt von Zhao vor fünfzehn Jahren gedacht, dass der Gouverneur der People’s Bank of China (PBoC) auf globaler Ebene eine so eminente Geltung erlangen würde.

Allein die Zahlen zeigen die heutige Bedeutung der PBoC. Chinas Wirtschaftsleistung ist nun fünfmal so gross wie 2002. Anders als vor fünfzehn Jahren, als das Bruttoinlandprodukt kleiner als das Frankreichs war, würde ein Fehltritt der Notenbank an den globalen Finanzmärkten ein Erdbeben auslösen. Zhou musste eine Herausforderung nach der anderen meistern – von der globalen Finanzkrise bis zum Crash der chinesischen Börse.

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