Unternehmen / Gesundheit

Ypsomed-CEO gibt Update zu Ypsopump

Ypsomed-CEO Simon Michel ist mit den Fortschritten des Schlüsselprodukts «Ypsopump» zufrieden und erwartet, die Gewinnschwelle im sechsten Jahr zu erreichen.

(AWP) Ypsomed-CEO Simon Michel ist mit den derzeitigen Fortschritten des Schlüsselprodukts «Ypsopump» zufrieden. «Wir stehen im vierten Jahr des Aufbaus und erwarten, mit 50’000 Patienten die Gewinnschwelle im sechsten Jahr zu erreichen», sagte er der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). «Das ist okay.»

Er verwies insbesondere darauf, dass die Konkurrenz zum Teil deutlich länger gebraucht habe. «Unsere Mitbewerber benötigten zehn, elf Jahre, um im Geschäft mit Insulinpumpen profitabel zu werden.»

Michel erklärte ausserdem im Interview, warum er neue Fabriken im Ausland statt in der Schweiz baut. Das habe mit dem hiesigen Fachkräftemangel zu tun. Ausserdem dauere es in der Schweiz zu lange, bis eine neue Produktionsstätte stehe. Hier gebe es keine einspruchsfreien Flächen. «In Deutschland wird einem garantiert, dass es keine Einsprachen gibt.»

Kritik übt der Firmenchef, der sich eine Kandidatur für den Nationalrat überlegt, auch am Bundesrat. Er verstehe nicht, warum dieser die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU abgebrochen habe. «Jeder Unternehmer macht spätestens ab drei Verträgen einen Rahmenvertrag.»

Doch der Entscheid könne nicht rückgängig gemacht werden. Ypsomed (YPSN 138.40 -1.28%) habe nun aber alle seine 400 Produkte neu in Deutschland zur Zulassung gebracht, um regulatorisch ein europäisches Unternehmen zu werden. «Das hat über zwanzig Millionen Franken gekostet.»

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