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Ypsomed entwickelt Autoinjektor YpsoDose weiter

Der Medtech-Spezialist spannt mit Lonza und Schott zusammen, um die eigene Patch-Injektor-Plattform YpsoDose weiterzuentwickeln.

(AWP) Das Medizintechnikunternehmen Ypsomed (YPSN 147.20 -0.14%) spannt mit dem Pharmazulieferer Lonza (LONN 565.60 +0.25%) und dem deutschen Spezialglashersteller Schott zusammen. Mit der Partnerschaft will Ypsomed die eigene Patch-Injektor-Plattform «YpsoDose» weiterentwickeln. Ziel ist eine Komplettlösung für Kombinationsprodukte.

Mit den tragbaren Injektoren von Ypsomed könnten sich Patienten selbst Arzneimittel subkutan in hohen Volumen injizieren, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Lösung erleichtere den Patienten die Behandlung, da weniger Krankenhausbesuche nötig seien. Pharmaunternehmen solle die Komplettlösung nun erlauben, Biopharmazeutika mit geringem Entwicklungsaufwand schnell in einem Patch-Injektor in eine klinische Prüfung und auf den Markt zu bringen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit entwickle Schott Glaskarpulen für YpsoDose. Lonza wiederum implementiere für das Produkt einen Abfüll- und Montage-Prozess in Stein AG. Pharmakunden erhielten so eine geprüfte und dokumentierte Gesamtlösung.

Aktie legt deutlich zu

An der Börse findet die Partnerschaft der drei Unternehmen Anklang. Die Ypsomed-Aktien verzeichnen am Morgen ein Plus von rund 3,6%. Analysten der Bank Vontobel (VONN 70.45 +1.59%) verweisen darauf, dass Ypsomed mit der Entwicklung eines Pflasterinjektors das Umsatzwachstum langfristig stützen kann.

Die Experten von Mirabaud sprechen von einem grossen Vorteil, welcher die Kombination dreier Marktführer bringt. Für Pharma- oder Biotech-Kunden gebe es damit ein «Standard»-Produkt. Die YpsoDose-Plattform sei damit «weiter fortgeschritten» und im Vergleich zu den Hauptkonkurrenten «noch wettbewerbsfähiger», heisst es.