Unternehmen / Gesundheit

Ypsomed findet endlich die Spur

Das Burgdorfer Medizintechnikunternehmen hat das finanzielle Risiko in zwei Schritten erheblich reduziert. Doch Aktionäre brauchen Ausdauer.

Die Publikumsaktionäre von Ypsomed haben manche Höhen und Tiefen erlebt. Aktuell ist der Aktienkurs zurück auf dem Stand von 2016. Jüngst hat er sich erholt: In kurzer Zeit ist es dem Medizintechnikunternehmen gelungen, hohe mittelfristigen Risiken aus dem Geschäft zu nehmen.

Anfang November teilte Ypsomed mit, die Weiterentwicklung der schlauchlosen Insulinpumpe Ypsopod an Hauptaktionär Willy Michel auszulagern. Damit hätte das Unternehmen erst in sieben bis acht Jahren Geld verdient.

Vor zwei Wochen folgte der zweite, strategisch bedeutendere Schritt: Ypsomed gewann den grossen Pharmakonzern Eli Lilly als Vertriebspartner für die Insulinpumpe in den USA. Den für 2019 vorgesehenen Markteintritt in Eigenregie hatte das Burgdorfer Unternehmen abgebrochen. Das Management hatte eingesehen, dass der Soloritt in einen grossen, komplexen und intransparenten Markt zu kostspielig und reich an Gefahren gewesen wäre. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?