Unternehmen / Gesundheit

Ypsomed schliesst Rechtsfall ab

Der Medizinaltechniker einigt sich im Streit mit seinem früheren Partner Insulet und erhält eine Kompensation.

(AWP) Der Medizinaltechniker Ypsomed (YPSN 148.00 -0.94%) hat sich im Rechtsstreit mit dem früheren Vertriebspartner von Insulinpumpen, der US-Firma Insulet, auf eine den Burgdorfern zustehende Kompensation geeinigt.

Insgesamt entschädige Insulet die Ypsomed-Gruppe mit einer Zahlung von zusätzlich 36,2 Mio. $, teilte Ypsomed am Montag mit. Damit belaufe sich die gesamte Entschädigung auf 41,3 Mio. $. Zugleich lasse Insulet eine Gegenforderung in Höhe von 18,7 Mio. $ fallen.

Ypsomed hatte von 2010 bis 2018 die Insulet-Pumpe Omnipod exklusiv in Europa verkauft. Mit Beendigung der Vertriebsvereinbarung stand der Gruppe vertraglich eine Entschädigung zu, über deren konkrete Höhe vor Gericht gestritten wurde.

Ypsomed hatte mit der Insulet-Zahlung gerechnet und hatte die Gesamtforderung mit 42,6 Mio. Fr. in der Bilanz ausgewiesen. Aufgrund der verbuchten Beträge wird das Unternehmen im Jahresabschluss für das Jahr 2020/21 auf Stufe des Betriebsgewinns Ebit eine einmalige und ausserordentliche Wertberichtigung von rund 9 Mio. Fr. vornehmen.

Den Aktionären wird Ypsomed  im Zuge der Einigung mit Insulet wie angekündigt mehr Geld ausschütten. Die Ausschüttung für das Gesamtjahr 2020/21 soll wie versprochen um 1 Fr. je Aktie erhöht werden. Das entspreche insgesamt einer zusätzlichen Ausschüttung von 12,6 Mio. Fr. Die gesamte Dividende wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Zuletzt wurden 20 Rappen bezahlt.