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Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe steigt überraschend

In der vergangenen Woche sind deutlich mehr Anträge auf staatliche Stütze eingegangen als erwartet.

(Reuters) Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist überraschend gestiegen. Insgesamt stellten vergangene Woche 861’000 Amerikaner einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. In den sieben Tagen zuvor waren es revidiert 848’000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für vorige Woche mit einem Rückgang auf 765’000 Anträge gerechnet. Der Anstieg der Zahl der Anträge dürfte teilweise auch damit zu tun haben, dass einige Autowerke wegen des derzeitigen globalen Halbleiter-Mangels vorübergehend schliessen oder die Fertigung drosseln mussten – darunter Produktionsstätten von General Motors (GM 53.75 +3.7%) und Ford (F 10.01 +1.62%).

«Von Normalität am Arbeitsmarkt kann nicht gesprochen werden», lautete das Fazit von Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg. In der Corona-Pandemie gingen in den USA bislang unter dem Strich an die zehn Millionen Jobs verloren. US-Notenbankchef Jerome Powell fordert angesichts der Jobmisere einen nationalen Kraftakt. Derzeit seien die USA mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 6,3% sehr weit entfernt von einem starken Arbeitsmarkt. An einen Entzug der geldpolitischen Unterstützung sei nicht zu denken.

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