Märkte / Makro

Zehn Jahre nach Lehman

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers beschäftigt die Finanzmärkte noch heute. Eine Übersicht, was war und was seither geschehen ist.

Am 15. September 2008 steht das globale Finanzsystem am Abgrund: Die US-Investmentbank Lehman Brothers beantragt in New York Gläubigerschutz. An den Börsen bricht Panik aus, es folgt die schwerste Wirtschaftskrise seit der grossen Depression in den 1930er-Jahren.

Die Notenbanken greifen zu extremen Rettungsmassnahmen und begeben sich damit auf unerforschtes Terrain. Die Therapie der lockeren Geldpolitik wirkt, hat aber unerwünschte Nebenwirkungen: Im Zug der Bewältigung der Finanzkrise werden die Grundlagen für neue Kreditexzesse gelegt. Hier die Artikelübersicht zum Jahrestag der Lehman-Pleite:

Der Stresstest nach Lehman steht erst bevor

Der Untergang der US-Investmentbank Lehman Brothers jährt sich zum zehnten Mal. Die Krisenbewältigung hat die Saat für neue Kreditexzesse gelegt.


«Wir haben eine wichtige Chance verpasst»

Anat Admati, Finanzprofessorin an der Stanford University, warnt, dass die Too-big-to-fail-Problematik nicht gelöst ist und das Finanzsystem krisenanfällig bleibt.


UBS und CS noch im Schatten der Krise

Die Grossbanken haben ihre Bilanzen verkleinert und die Geschäftsstrategien angepasst. Die Profitabilität aber ist nicht zurückgekommen.


Regulierung darf Wachstum nicht ausschliessen

Das Regelwerk Basel III steht. Jetzt muss der Fokus auf die Weiterentwicklung des Geschäfts schwenken – zum Nutzen der Systemstabilität.


Die Chronologie der Finanzkrise


Wir sind noch mitten in der Krise

Die Erinnerung an die Finanzkrise verblasst. Doch genau zehn Jahre nach dem Untergang von Lehman wäre das ­Verdauen einer derartigen Krise keineswegs leichter. Ein Kommentar des stellvertretenden Chefredaktors Clifford Padevit.


Kapital ohne Schutz

Die Kapitalschutzzertifikate von Lehman Brothers schaden der Derivatbranche bis heute.


Der Derivatus

Die Lehman-Grossmutter und das Eigengoal.

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