Märkte / Immobilien

Zehnjährige Hypothekarzinsen sinken

Die Richtsätze für zehnjährige Festhypotheken sind im April gesunken. Hypothekenanbieter verlangen zwischen 1,18 und 1,65% für den Langläufer.

Die Finanzierung von Wohneigentum in der Schweiz ist im April noch günstiger geworden. Insbesondere die Richtsätze für zehnjährige Festhypotheken sind im Vergleich zum Vormonat gesunken.

Im Schnitt liegen die Zinsen auf Langläufer nur noch knapp über 1,5%. Bis auf Hypo Lenzburg und Raiffeisen haben alle in der Tabelle aufgeführten Anbieter die Zinsen am langen Ende im April reduziert. Homegate, Zurich Insurance (ZURN 370.20 +0.54%) und Swissquote (SQN 138.60 +0.29%) haben gar Anpassungen von 10 Basispunkten (100 Bp entsprechen 1 Prozentpunkt) oder mehr vorgenommen. Letztere weist damit erneut das günstigste Finanzierungsmodell auf.

Kaum verändert haben die Finanzierer die Konditionen bei den kurzen und den mittleren Laufzeiten. Zurich hat neben den Zinsen auf zehnjährigen auch diejenigen auf drei- und fünfjährigen Festhypotheken um jeweils 9 Bp gesenkt.

Gemäss den Analysten der Credit Suisse (CSGN 9.60 +0.08%) dürften die Zinsen für Festhypotheken aufgrund des unveränderten geldpolitischen Kurses der Schweizerischen Nationalbank (SNB (SNBN 5'300.00 0%)) auch in den kommenden zwölf Monaten tief bleiben. Sie hingen weiterhin von den Absicherungskosten ab, die Banken und Versicherern infolge der Negativzinsen entstünden.

Die Zinsen auf Festhypotheken mit langer Laufzeit dürften daher im kommenden Jahr höchstens leicht steigen. Bei den kurzen und den mittleren Laufzeiten erwartet die Grossbank weiterhin eine Seitwärtsbewegung.