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Zement: Von Grau zu Grün?

7% des menschgemachten Kohlenstoffdioxids stammen aus der Zementindustrie. Das wird zunehmend zum Problem: nicht nur reputationsmässig, sondern auch wirtschaftlich.

Grossartig sei das, fantastisch! Sie könne sich ein Lächeln kaum verkneifen, sagte Magali Anderson, Nachhaltigkeitschefin von LafargeHolcim, am Montag während eines Webinars. Das Thema: die Dekarbonisierung der Zementindustrie. Dekarbonisierung ist ein grosses Wort in diesem Zusammenhang. Schliesslich ist die Zementindustrie heute sehr karbonintensiv. 7 bis 8% des menschgemachten CO2 gehen auf ihr Konto. Ein wiederum grosser Teil davon auf jenes von LafargeHolcim, des grössten global aktiven Zementherstellers.

Dass dessen Nachhaltigkeitschefin Anderson am Montag dennoch strahlte wie frischer Beton, lag an der Mitteilung, die ihr Arbeitgeber wenige Stunden zuvor veröffentlicht hatte. Wobei Mitteilung untertrieben ist – ein Versprechen war es, nämlich bis 2050 CO2-neutral zu werden und bis 2030 den Ausstoss um mindestens ein Fünftel zu reduzieren auf unter 475 kg CO2 pro Tonne zementartigem Material. Es ist das ambitionierteste Ziel, das ein Zementhersteller je kommuniziert hat. Bitte , um diesen Artikel vollständig zu lesen.

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