Unternehmen / Industrie

Zementbranche ist auffällig optimistisch

Die Baustoffindustrie profitiert von Konjunkturpaketen und niedrigeren Energiepreisen. Für Investoren bieten sich Chancen.

Mit Zementaktien haben viele Anleger viel Geld verloren. LafargeHolcim, HeidelbergCement oder Cemex: Die Papiere büssen seit Jahren an Wert ein oder treten auf der Stelle. Der Grund: Der Betrieb von Zementwerken ist kapitalintensiv. Allen Branchenvertretern fällt es schwer, eine Rendite zu erwirtschaften, die über den Kapitalkosten liegt. Cemex gelingt dies seit Jahren nicht, ­HeidelbergCement erst seit drei Jahren, LafargeHolcim seit einem Jahr.

Vor der Fusion, die sich diesen Sommer zum fünften Mal jährt, hatten Lafarge und Holcim jahrelang Aktionärswert vernichtet – ein wesentlicher Grund für die Fusion. «Ein Weiter-wie-bisher ist nicht zu empfehlen», hatte Holcim-Verwaltungsratspräsident Wolfgang Reizle im Mai 2015 gesagt, um den Aktionären das Zusammengehen mit Lafarge schmackhaft zu machen. Nach der Fusion sollte es allerdings einige Jahre lang noch schlimmer werden: Der Konzern war mit sich selbst beschäftigt, die Wertvernichtung setzte sich fort. Der Kurs notiert heute 40% unter dem Niveau vom Juli 2015, dem Zeitpunkt, als die Fusion vollzogen wurde. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?