Märkte / Makro

Zentralbanken werden zum Risikofaktor

In den USA flammt die Sorge um eine konjunkturelle Überhitzung auf. In Europa treibt die Drosselung der Anleihenkäufe die Zinsen in die Höhe.

Die Börsen zittern, ausgelöst durch plötzlich gestiegene Inflationserwartungen. Der US-Arbeitsmarktbericht vergangene Woche hat das Fass zum Überlaufen gebracht, als bekannt wurde, dass die Löhne inzwischen wieder so kräftig steigen wie zuletzt im Jahr 2009. «Bis jetzt schienen kräftige Beschäftigungsgewinne die Löhne kaum zu beeinflussen», schreiben die Ökonomen der Lloyds Bank, «nun sind die Chancen gestiegen, dass sich das ändert und der Inflationsdruck zunimmt.»

Die Einschätzung steht stellvertretend für die Stimmung unter den US-Konjunkturforschern. Es herrscht grosse Ungewissheit. Bereits im Dezember legten die Konsumentenpreise etwas schneller zu, als viele von ihnen erwartet hatten. Auf den ersten Blick sank die Jahresinflation zwar von 2,2%  im November auf 2,1% im Dezember. Aber die Kernrate nahm gegenüber dem Vormonat beachtliche 0,3% zu. Sie klammert volatile Komponenten aus und bildet die konjunkturbedingte Preisentwicklung daher besser ab.

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